In den Gemeinderatssitzungen am 10.12.2025 und 26.03.2026 wurden relevante Weichen für die Zukunft unserer Gemeinde gestellt. Hier sind die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
Meilenstein für die Energiewende: Nahwärme kommt
Ein energiepolitisches Ausrufezeichen setzte der einstimmige Beschluss zur Nahwärmeversorgung im Gemeindezentrum. Dieser Erfolg ist das Ergebnis jahrelanger Vorarbeit im Umweltausschuss durch den Vorsitzenden Lothar Rehse (Grüne) sowie die Gemeinderäte Michael Höllerschmied und Michael Gruber (ÖVP). Details hierzu finden Sie im separaten Artikel auf Seite 7.
Mobilität: Teilerfolge bei der Verkehrssicherheit
Erfreuliche Nachrichten gibt es beim Ausbau der 30er-Zonen: Die Bürgermeisterin hat – nach positiver Prüfung durch Sachverständige – die Geschwindigkeitsbeschränkung für die Brucknerstraße (neu) und die Schwabstraße (Erweiterung bis zum Viadukt) erlassen. Damit wurde eine langjährige Forderung der Grünen Maria Anzbach erfüllt. Ein Wermutstropfen bleibt: Unser weiterführender Vorschlag, die 30er-Zone auf die gesamte Schwabstraße und Kronesstraße auszuweiten, wurde leider abgelehnt. Wir werden uns hier weiterhin für mehr Sicherheit einsetzen.
Infrastruktur: Gehwege und Brücken im Fokus
- Bahnhofsweg: Da der Weg nördlich der Bahn durch den Abbruch des alten Bahnsteigs gesperrt ist, besteht dringender Handlungsbedarf. Das Budget für einen neuen Gehsteig vom Viadukt Schwabstraße zum Bahnhof wurde am 26.03.2026 beschlossen. Aktuell wird noch geprüft, ob die Fahrbahnbreite ausreicht oder zusätzliche Maßnahmen nötig sind.
- Brückenbau: Die neuen Brücken beim Sportplatz und in Hofstatt (Höglsteg) lassen weiter auf sich warten. Aufgrund neuer Hochwasserschutz-Vorgaben müssen die Brücken mittels Rampen über das aktuelle Niveau gehoben werden. Ob die Umsetzung noch 2026 erfolgt, ist derzeit leider noch ungewiss.
Kritik an massiver Gebührenerhöhung bei Kindergeburtstagen
Hitzig debattiert wurde im Dezember über die Anpassung der Gebühren. Während wir Grünen den meisten Erhöhungen (orientiert am Verbraucherpreisindex) zustimmten, lehnen wir die Teuerung bei Kindergeburtstagen in der Sporthalle ab. Die Kosten stiegen hier von 34 € auf 72 € pro Stunde – ein Plus von 112 %. Das Argument der Verwaltung: erhöhter Reinigungsaufwand durch unsaubere Übergaben. Unsere Nachfragen nach konkreten Fallzahlen blieben unbeantwortet, und unser Vorschlag, stattdessen die Kaution bei Verstößen einzubehalten, wurde abgelehnt. Wir halten diese Pauschalstrafe für alle Familien für unverhältnismäßig. Immerhin konnten wir eine Evaluierung nach sechs Monaten erwirken – wir bleiben an dem Thema dran!
Andreas Schwinger